Pioniere der Piezo-Stoßwelle

Wie Richard Wolf und ELvation Medical die ESWT geprägt haben

Am 1. Juni 1983 meldete Richard Wolf ein Patent für einen „piezoelektrischen Wandler zur Zerstörung von Konkrementen im Körperinnern“ an. Der Beginn einer Technologie, die das Fundament der heutigen piezoelektrischen Stoßwelle bildet.

Wenn man heute an moderne Stoßwellentherapie denkt, ist sie kaum noch wegzudenken aus der Orthopädie, Schmerztherapie oder Urologie. Patientinnen und Patienten weltweit profitieren von dieser nicht-invasiven Technologie, und doch begann ihre Geschichte mit einer einfachen, aber bahnbrechenden Idee: Der Nutzung von Schall zur Heilung. Bei Richard Wolf und Elvation Medical wurde daraus ein kontinuierlicher Innovationsweg, der seit über vier Jahrzehnten die Entwicklung der piezoelektrischen Stoßwelle prägt.

Die Geburtsstunde der Piezo-Stoßwelle

In den 1970er-Jahren war die Stoßwellenforschung noch jung. Inspiriert durch Beobachtungen aus der Luft- und Raumfahrt begann man, die Wirkung von Druckwellen auf Gewebe zu untersuchen.
Während erste Unternehmen mit Funkenstrecken-Systemen experimentierten, nahm die Richard Wolf GmbH einen anderen Weg, der leiser, präziser und patientenschonender sein sollte.

Der entscheidende physikalische Effekt: Der inverse Piezoeffekt. Wird an Piezokeramiken eine elektrische Spannung angelegt, verändern sie minimal ihre Form und erzeugen dabei eine Druckwelle. Dieses Prinzip ermöglichte eine exakte Fokussierung der Energie und damit die gezielte Behandlung im Körperinneren.

1984 entstand daraus der erste Prototyp, der PiezoLith 2200, mit integrierter Ultraschallsonde zur Nierensteinortung. Nur kurze Zeit darauf folgte der PiezoLith 2300, das weltweit erste Seriengerät, das Nierensteine anästhesiefrei behandeln konnte.
Damit begann eine neue Ära: Die Stoßwelle wurde zu einem präzisen, sicheren und komfortablen Verfahren in der Urologie.

Piezolith 2300 (1986):
Das weltweit erste Seriengerät, das Nierensteine anästhesiefrei behandeln konnte

Vom Nierenstein zur Regeneration

Was als Methode zur Steinzertrümmerung begann, wurde bald zur Grundlage einer der spannendsten Entwicklungen der modernen Medizin: Der Extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT).

In den 1990er-Jahren wurde zufällig erkannt, dass Stoßwellen das Knochenwachstum anregen können. Damit war die Idee geboren, dieses Verfahren nicht nur zur mechanischen Steinzertrümmerung, sondern auch zur Förderung von Gewebeheilungsprozessen einzusetzen. Forschende erkannten, dass Stoßwellen biologische Reaktionen auslösen: Sie verbessern die Mikrozirkulation, fördern die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und unterstützen so die Regeneration von Gewebe – ein Prinzip, das heute als Mechanotransduktion bekannt ist.

Erste orthopädische und rehabilitative Anwendungen zeigten schnell beeindruckende Ergebnisse. Diese klinischen Erfolge führten zur Entwicklung spezialisierter piezoelektrischer Systeme für die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT).

1998 präsentierte Richard Wolf den Piezoson 300, das erste kompakte ESWT-Gerät mit integrierter Ultraschallortung. Drei Jahre später folgte der Piezoson 100, das weltweit kleinste ESWT-System seiner Zeit, welches das Prinzip der nicht-invasiven Therapie weiter perfektionierte. Es machte Stoßwellentherapie erstmals flexibel einsetzbar, in Praxis, Klinik und Sportmedizin.

Piezoson 100 (2001):
Bei seiner Markteinführung das
weltweit kleinste ESWT-Gerät.
Der nächste große Schritt kam 2006 mit dem PiezoWave. Er kombinierte modernste Piezo-Technologie mit einem ergonomischen Design und markierte den Beginn einer neuen Generation fokussierter Stoßwellentherapiegeräte

In den folgenden Jahren wurde die Technologie immer präziser. Durch die patentierte Double-Layer-Technologie (DLT) konnten Leistung und Eindringtiefe deutlich erhöht werden, ohne Kompromisse bei der Gewebeschonung. Mit jeder neuen Therapiequelle, ob fein fokussiert oder leistungsstark, wuchs die Variabilität des Systems. Anwender konnten die Energie nun exakt auf die jeweilige Indikation und Gewebetiefe anpassen.

Der PiezoWave2 führte diese Entwicklung konsequent fort: Modular aufgebaut, intuitiv bedienbar und kompatibel mit sämtlichen Therapiequellen.

Im Jahre 2009 kam die weltweit erste linienförmig fokussierende und patentierte Therapiequelle (FBL10x5G2) auf den Markt, die außer für orthopädische Behandlungen auch in der Dermatologie und vor allem in der Urologie bei der erektilen Dysfunktion erfolgreich Anwendung findet.

2021 folgte der PiezoWave2Tdas bislang technisch fortschrittlichste System. Mit Touch-Interface, Frequenzen bis 12 Hz und dem sogenannten T-Mode (T-Ramp und T-Burst) ermöglicht es erweiterte therapeutische Anwendungen – von dynamischen Behandlungsabläufen bis hin zu flexibel anpassbaren Therapieparametern.

So vereint der PiezoWave2T heute das Beste aus vier Jahrzehnten Entwicklung: Präzise Fokussierung, hohe Energieeffizienz, Langlebigkeit und ein Bedienkonzept, das Forschung und Praxis auf einer Oberfläche zusammenführt.

Pioniere der Piezoelektrischen Stoßwellentechnologie

Von den ersten piezoelektrischen Wandlern der 1980er Jahre bis zur heutigen PiezoWave2T-Generation hat sich die Stoßwellentherapie von einer revolutionären Idee zu einem etablierten Therapieverfahren entwickelt. Der Weg war geprägt von wissenschaftlicher Neugier, technologischer Exzellenz und einer klaren Vision: Die Grenzen der nicht-invasiven Therapie immer weiter zu verschieben.

Diese Vision prägt die Partnerschaft zwischen Richard Wolf und ELvation Medical seit 2009. Während Richard Wolf als Entwickler und Hersteller die piezoelektrische Technologie kontinuierlich verfeinert, sorgen wir bei Elvation Medical in Kooperationen mit führenden Kliniken dafür, dass sie in der täglichen Anwendung ihr volles Potenzial entfalten kann.

Wer heute über die Anschaffung eines ESWT Stoßwellentherapie Geräts nachdenkt, setzt mit dem PiezoWave2T auf eine der ausgereiftesten Formen der piezoelektrischen Stoßwellentherapie und kann sich auf Geräte verlassen, die durch Qualität, Präzision und Erfahrung geprägt sind.

PiezoWave2T (2021):
Touchscreen-Interface, schnellere Pulswiederholraten bis 12 Hz und zwei weiteren Behandlungs-Modi (T-Ramp und dem T-Burst)

Blick nach vorn: Forschung, Evidenz und neue Perspektiven

Die piezoelektrische Stoßwelle hat sich längst über die Orthopädie hinaus etabliert.
Forschungsergebnisse und klinische Studien eröffnen stetig neue Indikationen in der Urologie, Schmerzmedizin, Dermatologie und Veterinärmedizin.

In Kooperation mit renommierten Forschungspartnern, etwa der RWTH Aachen, untersucht Elvation Medical gemeinsam mit Richard Wolf die biologischen Mechanismen der Stoßwelle weiter. Ziel ist es, die regenerative Wirkung noch besser zu verstehen und Therapieprotokolle evidenzbasiert zu optimieren.

Dabei bleibt der Grundgedanke unverändert: Patientenorientierte Innovation durch präzise Technologie. Zukunftsweisende Projekte, digitale Anwendungen und internationale Schulungsinitiativen werden diesen Weg weiter formen, immer mit dem Fokus auf Sicherheit, Qualität und medizinischen Fortschritt.

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